Wissen 1: Notensystem und Notennamen

Mit Notenlinien und Notennamen startet die Einführung in die Geheimnisse des Notenlesens.

Für viele scheint es tatsächlich eine völlig geheimnisvolle Sprache zu sein – unverständlich mit eigenartigen Regeln.

Mit folgenden Übersichten und verständlichen Erklärungen wird es Dir hoffentlich leichter fallen, Noten lesen zu lernen.


Das Notensystem


Die Notenlinien

Noten werden grundsätzlich in Notenlinien eingetragen. Befindet sich ein Notenkopf im oberen Bereich der Linien, steht er für einen höheren Ton. Je weiter oben oder unten ein Notenkopf steht, umso höher bzw. tiefer ist der Ton. Wo sich der Kopf einer Note befindet, entscheidet also über die Tonhöhe. Der Notenkopf kann sich direkt auf einer Linie oder zwischen zwei Linien befinden.

Wenn die 5 Linien nicht ausreichen, wird das System durch zusätzliche „Hilfslinien“ ergänzt.

Hier die 5 Liniene als Grundlage für die Notenschrift:

Notenlinien einfach

 Beispiele:

Anordnung der Noten


Die Notenschlüssel

Mit 5 Notenlinien und den Hilfslinien lassen sich leider noch nicht alle wichtigen Töne darstellen.

Sogenannte Notenschlüssel am Anfang zeigen, in welcher Tonhöhe  die Noten insgesamt zu spielen sind, d. h. in welcher Höhe sie tatsächlich klingen sollen.

Hier die zwei wichtigsten Notenschlüssel:

Der Violinschlüssel

Violinschlüssel

Der Bassschlüssel

Bassschlüssel

Vielleicht wird es durch folgende vereinfachte Vorstellung deutlicher:

Was hinter einem Violinschlüssel steht, könnte eher von einer Frau (in einer eher höheren Stimmlage) gesungen werden.

Die Noten hinter einem Basschlüssel, könnten eher von einem Mann (in einer tieferen Stimmlage) gesungen werden.

Hier siehst du, wie sich durch den Violin- und den Bassschlüssel alle wichtigen Tonhöhen von Musik darstellen lassen:

Violinschlüssel und Bassschlüssel


Die Notennamen

Durch einen Notennamen erhält jede Note eine genaue Bezeichnung.

Diese gibt auch ohne eine Darstellung im Notensystem die genaue Tonhöhe an.

Die Notennamen a, b, c, …

Die Bezeichnung der Noten orientiert sich an 7 bekannten Buchstaben des Alphabets:

a, b, c, d, e, f,

Allerdings gibt es im deutschsprachigen Raum ein Besonderheit: b wird  h

Die Noten werden im deutschsprachigen Raum also folgendermaßen bezeichnet:

a, h, c, d, e, f, g

Diese Notennamen bilden die Grundlage für alle anderen Noten.

Mit sieben Notennamen lassen sich natürlich noch nicht alle Tonhöhen der Musik abdecken. Logisch!

Beim Blick auf die Klaviertastatur wird klar: es müssen zusätzliche Bezeichnungen her. Vom tiefsten Ton links bis zum höchsten Ton ganz rechts sind es 88 Tasten – richtig, es müssen insgesamt 88 Töne benannt werden.

Wir beschäftigen uns zunächst aber nur mit den weißen Tasten! Zum Glück sind es dann „nur“ 52 … also schauen wir uns die Notennamen der 52 weißen Tasten an:

Verteilung der Notennamen auf der Tastatur

Wiederholung der Bezeichnung

Wie Du sicher bemerkst: Die Bezeichnung der Noten wiederholt sich wieder und wieder (genauso, wie übrigens auch die Anordnung der Tasten auf einem Klavier. Auch wenn das eigentliche Alphabet mit „a“ anfängt, orientiert sich das Notensystem stark am Buchstaben „c“. Das wird im nächsten Absatz deutlich:

Unterscheidung der Notennamen

Zur exakten Unterscheidung werden die Noten noch mit zusätzlichen Zahlen versehen bzw. durch Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Aufteilung Notennamen über die Bereiche

Die wichtigsten Notennamen

Für schon richtig gute Notenkenntnisse ist der „mittlere“ (unten größer dargestellte) Bereich aus knapp 30 weißen Klaviertasten ausreichend.

Und den sehen wir uns jetzt genauer an.

Übersicht Notennamen - 4 Oktaven

Mit der Bezeichnung der Noten über diese 4 Bereiche sind die wichtigsten Notennamen klar. Sie bestehen aus den Buchstaben

c, d, e, f, g, a, h. Entsprechende Zusätze machen eine Unterscheidung je nach Tonhöhenbereich möglich.

große Buchstaben = sog. „Große“ Oktave
kleine Buchstaben = sog. „Kleine“ Oktave
kleine Buchstaben + 1 = sog. „eingestrichene“ Oktave
kleine Buchstaben + 2 = sog. „zweigestrichene“ Oktave


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